34. Tagung der Integrations- und Inklusionsforscher*innen vom 25. – 28.2.2020

28. April 2020
34. Tagung der Integrations- und Inklusionsforscher*innentagung in Wien

Von 25. – 28.2. fand die 34. Tagung der Integrations- und Inklusionsforscher*innen an der Universität Wien und an der Pädagogischen Hochschule statt, die von ca. 380 internationalen Teilnehmer*innen, die hauptsächlich aus dem deutschsprachigen Raum kamen, besucht wurde.

Die Veranstaltung wurde von der Universität Wien, der Pädagogischen Hochschule Wien und der Bildungsdirektion für Wien gestaltet. Sie trug den Titel „Grenzen.Gänge.Zwischen.Welten“. Ein Kulturprogramm und die Möglichkeit des Besuches von außerschulischen und schulischen Orten machten die Veranstaltung zu einer besonderen Tagung. Um die Veranstaltung inklusiv zu gestalten, wurden viele Vorträge sowohl in Gebärdendolmetsch als auch in Schriftdolmetsch übersetzt.

Zum Auftakt begrüßten Mag. Dr. Rainer Grubich, Drin. Michelle Proyer und Regierungsrätin und Schulqualitätsmanagerin Regina Grubich-Müller als Vertreter*innen der drei Organisationen die internationalen Gäste im Audimax der Universität Wien und stimmten auf die Tagung ein. Begrüßungs- und begleitende Worte hielten auch Bildungsdirektor Mag. Heinrich Himmer, der Leiter des Zentrums für Lehrerinnenbildung Univ. Prof. Dr. Manfred Prenzel und die Vizerektorin der Pädagogischen Hochschule Maga. Drin.Evelin Süss-Stepancik.

Prof. Dr. Georg Feuser eröffnete mit der ersten Keynote „Die Bühne der Inklusion. Ein Prolog. Oder: Grenzgänge zwischen Welten” den Reigen der Inklusionswissenschafter*innen, die im Rahmen der IFO 2020 in zahlreichen Vorträgen zu Wort kamen.

Tagungsteilnehmer*innen im Audimax der Universität Wien

Prof. Wayne Veck hielt die Keynote zum Thema “Thinking and the Other: Inclusive education, nationalism and hostility to refugees and immigrants”.

Die dritte Keynote hielt Dr. Mai-Anh Boger am Donnerstag im Audimax der Pädagogischen Hochschule Wien. „Wundersame Gleichzeitigkeiten prägen diese Zwischen-Zeit, in der wir leben: Während die einen schon beginnen zu behaupten, der Modetrend Inklusion neige sich nun langsam einem Ende zu und werde vermutlich durch den Hype um Digitalisierung ersetzt, schreiben andere im selben Moment, dass man nun doch einen soliden Grundstock  an Inklusionstheorien und- forschungsparadigemen beisammen habe und endlich mit den avancierten Debatten durchstarten könne”, so Boger Mai-Anh in Ihrer Keynote.

Viele interessante Posterpräsentationen gaben Anlass zu Diskussionen und Austausch unter den Teilnehmer*innen. Titel wie zum Beispiel „Borderlands in Inclusive Education”, „Entscheidungsprozesse vor und nach dem inklusiven Übergang von SEK I in SEK II”, „Team-Teaching und Team-Planning in der Hochschullehre” und „Zur Fragestellung: Was heißt denn hier Inklusion?” spiegeln die Vielfalt der Thematiken im Rahmen der IFO 2020 wider.

Für weitere Vernetzung und ausgelassene Stimmung sorgten die Punk-Rockband Monkeys of the Earth und Djane Kamila am Bunten Abend im Markova Koliba.

Zum krönenden Abschluss der Tagung fand eine Podiumsdiskussion statt, die die Aspekte der Tagung zusammen führte. Dr. Elena Demke von der Medizinischen Hochschule Brandenburg moderierte die Diskussion.

Als Ausblick auf die IFO 2021 vom 17. – 20.2.2021 in Innsbruck präsentierte Dr. Thomas Hoffmann von der Universität Innsbruck das neue Motto „Raum. Macht. Inklusion. Inklusive Räume erforschen und entwickeln“.

Bericht: Claudia Ovrutcki und Bettina Urmann

Kontakt: claudia.ovrutcki@phwien.ac.at


Schüler*innen der Schule Rosasgasse, die die Eröffnungsfeier im Audimax der Universität Wien „eintrommelten”.

Mag. Dr. Rainer Grubich und Prof. Dr. Georg Feuser, im Hintergrund Gebärdendolmetsch

Blick in den Eingangsbereich. Auch zahlreiche Verlage waren vertreten (z.B. Klinkhardt, Reinhardt, Waxmann, Springer, …)

Dr. Mai-Anh Boger (Universität Leipzig) im Audimax der Pädagogischen Hochschule Wien mit Gebärdendolmetsch

Austausch zwischen den Tagungsteilnehmer*inner der IFO 2020 im Rahmen der Posterpräsentationen.

Punk-Rock vom Feinsten mit den Monkeys of the Earth.

Das Organisationsteam der IFO 2020 mit einem Teil der studentischen Mitarbeiterinnen, die auf liebenswürdige Weise das Organisationsteam unterstützten.

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